Bangkok: Chao Prayah River, China Town, MBK und auf den Spuren von Hangover 2

Bangkok: Chao Prayah River, China Town, MBK und auf den Spuren von Hangover 2

Chao Prayah River

Heute ist unser letzter Urlaubstag, ehe morgen die Abreise ins Haus steht. Aus diesem Grund lassen wir den Tag gemütlich beginnen und genießen das Hotelfrühstück ausgiebig. Anschließend machen wir uns zu Fuß in westlicher Richtung vom Hotel aus auf. Wieder tauchen wir in das faszinierende Treiben der Stadt ein, das immer noch bunt und laut ist und nicht für eine Sekunde still steht. Unser grobes Ziel ist der Chao Prayah River, der Bangkok in zwei Hälften teilt und schließlich in den Golf von Thailand mündet. Wir müssen nur wenige Minuten gehen, bis wir den Fluss erreichen. An der Oriental Wat Suwan Ferry-Station angekommen, müssen wir auch gar nicht lange warten, bis eine Fähre anlegt und uns einsammelt. Das Ticket wird bequem an Deck von einem bauchtaschentragenden Matrosen in viel zu weiter Hose und Sandalen verkauft. Es handelt sich um ein One-Way-Ticket, was so viel bedeutet wie: gleicher Preis für alle Fahrten in eine Richtung, Entfernung irrelevant. Wie das mit den Zwischenstopps genau war, habe ich allerdings nicht wirklich verstanden. Teuer war es jedenfalls insgesamt nicht.

China Town

China Town

Da waren wir nun, auf einem schaukelnden Schiff mitten auf dem Chao Prayah. Das erste, das mir auffällt, ist der Blick zurück auf unser Hotel, dessen goldene Kuppel weithin sichtbar und auch vom Fluss aus zu erkennen ist. Das zweite war dann natürlich das Wasser. Da kann es einem schon mal die Lust auf Fisch im Urlaub verhageln, wenn man das so sieht. Eine braune Brühe ohne einen einzigen Milimeter Sicht. Wie darin Fische und andere Meerestiere überleben können, ist mir ein Rätsel. Falls überhaupt etwas Lebendes drin ist. Meine Vermutungen gehen in die Richtung, dass wohl ein großer Teil des Abwassers der Stadt in den Fluss geleitet wird. Vielleicht täusche ich mich aber auch und ich habe den Chao Prayah zu einer schlechten Zeit erwischt, in diesem Fall nehme ich natürlich alles zurück. Ekelhaft war’s trotzdem irgendwie.

Am Ratchawong Express Boat Pier verlassen wir die Fähre wieder und nachdem wir um ein paar Häuserecken gebogen sind, stehen wir mittem im zweiten Ziel des Tages: Chinatown. Aus keiner asiatischen Stadt wegzudenken und noch viel farbenfroher als das restliche Bangkok. Rote Lampignons sind quer über die Straßen gespannt und Leuchtreklam-Schilder in allen erdenklich Farben machen auf die unterschiedlichsten Waren und Geschäfte aufmerksam. Vermutlich handelt es sich bei diesem Straßenschmuck noch um die Überbleibsel des chinesischen Frühlingsfests. Bei einem Blick durch Googles Augen kann man dann tatsächlich sehen, dass diese Ansicht nicht nicht alltägliche ist. Wer Lust hat, die Google Streetview-Ansicht mal mit dem Bild zu vergleichen, das sich uns vor Ort geboten hat (vgl. Titelbild), der kann das über die im folgenden eingebundene Karte tun.


Größere Kartenansicht

Etwa eine halbe Stunde verbringen wir in China Town mit seinen farbenfrohen Straßen und Einkaufshallen, deren Eingang sich hin und wieder ganz plötzlich in Form einer kleinen Nische am Straßenrand auftut. Alles in allem gab es zwar auch viele Dinge für den alltäglichen Gebrauch zu kaufen, darüber hinaus aber auch sehr viel Ramsch, weshalb wir nichts gekauft haben. Vielmehr haben wir uns bald auf die Suche nach einer sehr bekannten Straße gemacht: der Phiphaksa 2, eine kleine Straße, die es zu weltweitem Ruhm gebracht hat. Im zweiten Teil der Hangover-Trilogie zieht das Wolfsrudel hier durch, es ist unter anderem ein Elefant zu sehen. Der im Film vermittelte Eindruck entspricht selbstredend nicht ganz der Realität, denn ein lebender Elefant ist mir in meiner Zeit in Bangkok tatsächlich nicht untergekommen. Auch wirkt die Soi Phiphaksa 2 im Hollywood-Streifen wesentlich breiter, als sie tatsächlich ist. Hier die beiden Bilder zum Vergleich.

Zunächst ein Sreenshot aus dem Hangover 2-Trailer bei Youtube, daneben das Bild, das ich in Bangkok aufgenommen habe:

hangover2-trailer-screenshot

Screenshot aus dem Trailer

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Eigenes Bild

 

 

 

 

 

 

 

 

Ganz eindeutig wird es an dem „Rubber Stamp“-Schild in der Bildmitte. Aber auch die Pflanze auf der rechten Seite ist noch zu sehen.

20120210_Thailand_0078Nachdem wir die Straße einmal abgelaufen sind, entschließen wir uns, zum Abschluss unserer Bangkok-Tour noch etwas einkaufen zu gehen. Mit einem Tuk-Tuk lassen wir uns in den östlichen Teil der Innenstadt bringen, unser Ziel sind das Siam Center und das MBK. Die Fahrt mit den kleinen Autorikschas ist ein echtes Highlight und gehört zu einem Bangkok-Trip ganz klar dazu. Allerdings muss man sich darauf einstellen, die Abgase und den Benzingeruch vor allem in den zahlreichen kurzen Staus voll abzubekommen, da die kleinen Vehikel natürlich zur Seite hin offen sind. Manchmal geht es auch ziemlich eng zur Sache, wenn die routineirten Fahrer durch den Innenstadtverkehr manövrieren. Hier kann der Hinweis, Arme und Beine stets innerhalb des Fahrzeugs zu behalten, durchaus sehr hilfreich sein. Darüber hinaus lohnt es sich, die Fahrpreise im Vorfeld zu klären, sodass am Ende keine unliebsame Überraschung auf den Fahrgast wartet. Auf die beiden Einkaufscenter möchte ich an dieser Stelle nicht näher eingehen, weitere Informationen können im Internet abgerufen werden: MBK & Siam Center.

Zurück ins Hotel nehmen wir wieder ein Taxi. Vor dem Abendessen habe ich mir noch die Zeit für ein Long Exposure, um die Lichter der Stadt von unserem Hotelzimmer aus einzufangen. Danach lassen wir unseren Urlaub bei einem Cocktail in der Sky Bar bzw. dem Sirocco ausklingen, die ebenfalls Drehorte für Hangover 2 waren. Und so gehen ereignis- und erlebnisreiche Tage in T-Hailand zu Ende.

Hier geht’s zur Hotel-Bewertung des lebua at State Tower auf holidaycheck.de. Die Karten mit den beschriebenen Orten darf natürlich auch nicht fehlen:

Was meint ihr, was sollte man in Bangkok auf jeden Fall noch sehen?