Kurztrip: Ein Abend auf dem Nürnberger Frühlingsfest

Kurztrip: Ein Abend auf dem Nürnberger Frühlingsfest

Vom 30. März bis zum 14.04. fand in diesem Jahr auf dem Nürnberger Volksfestplatz eines von zwei Volksfesten der Stadt statt. Nachdem der Frühling endlich Einzug gehalten hat und es am Abend noch ausreichend warm war, entschieden wir uns spontan noch eine Runde auf dem „Frühlingsfest“ zu drehen.

Riesenrad

Riesenrad

Bierzelt

Bierzelt

Für mich als „Neuling“ schien das Frühlingsfest vom Grundsatz her an unsere oberbayerischen Volksfeste zu erinnern, aber ein elementarer Unterschied fiel bereits beim Spaziergang vom Parkplatz zum Eingang des Fests auf: Dirndl und Buam in Tracht sind Mangelware, die Bedienungen ausgenommen lassen sich die in Tracht gekleideten Gäste wohl an zwei Händen abzählen. Da kommt von Anfang an eine ganz andere Stimmung auf! Wenn ich gerade schon den Spaziergang vom Parkplatz zum Eingang erwähnt habe, dann sollte ich anfügen, dass wir unser Auto durchaus auf historischem Boden abgestellt hatten: zu Volksfest-Zeiten wird die ehemalige Aufmarschstraße aus dem Dritten Reich als Parkplatz genutzt. Der Volksfestplatz selbst gehörte einst zum Reichsparteitagsgelände und liegt direkt am Dutzendteich, in dessen unmittelbarer Umgebung Anfang Juni auch immer das „Rock im Park“-Festival beheimatet ist.

Mais Man

Mais Man

Zurück zum 16 Tage währenden (Frühling, im Herbst 17) Nürnberger Volksfest. Der ganze Platz mit seinen doch über 100.000 Quadratmetern ist bis auf den letzten Platz mit Buden und Schaustellern gefüllt. Ein über einen Kilometer langer Rundgang leitet die Besucher an allen erdenklichen Attraktionen und Imbissbuden vorbei. Wer hier auf der Suche nach der oberbayerischen Bierzelt-Tradition ist, wird wohl mehrheitlich enttäuscht, denn anders als „bei uns“ geht’s hier eher gemütlich zu. Vielleicht auch durch den Tag (Sonntag) und das tolle Wetter bedingt, waren hauptsächlich Familien unterwegs – die Zelte fast gänzlich leer. Ein paar Einzelne (und hier sogar manch einer in Tracht) feierten dennoch mit den Bands, die sich Mühe gaben, vor dem leeren Zelt nicht allzu enttäuscht zu wirken. Dafür gab es aber auch nicht eine einzige „Bierleiche“ zu sehen. Viel schöner waren hier in Nürnberg die ansprechend gestalteten Biergärten, die bei den lauen Temperaturen richtig dazu einluden, bei einem kühlen Radler zu verweilen und das bunte Treiben vorüberziehen zu lassen.

Life-Musik

Life-Musik

Nachdem wir insgesamt zwei Runden gedreht, viele Köstlichkeiten genossen und auch verschiedene Attraktionen ausprobiert hatten, machten wir uns zurück auf den Weg über die Aufmarschstraße zurück zum Auto. Wir wurden aber nicht ohne eine Verkehrskontrolle zurück auf die Straße entlassen, doch der Ordnungshüter hatte gute Laune und ließ uns nach der kurzen Kontrolle, die mehr einem Plausch gleich kam, ohne weiteres weiterfahren. Nicht vorenthalten will ich Euch aber auch eine weitere Besonderheit des Nürnberger Volksfests, denn „Life-Musik“ gibt es sonst bestimmt auch nicht überall…