Sansibar: Anflug über Muscat

Sansibar: Anflug über Muscat

Kaum zu glauben, wie schnell doch die Zeit vergeht. Im Februar aktualisierte ich letztmals meine Blog-Startseite mit dem Hinweis, dass es nun wieder nach Afrika gehen sollte und jetzt sind wir schon wieder mit vielen neuen Eindrücken zurück, um davon zu berichten. Mit einer Freitag-Abend-Maschine um 22 Uhr startete wir unsere Reise nach Sansibar über Muskat im Oman.

Oman Air Essen

Oman Air Essen

Wir flogen – für mich eine Premiere – mit Oman Air und wie es sich für einen Langstreckenflug (ca. 6 Stunden) ab Deutschland gehört, handelte es sich um eine große Maschine. Erfreulich war die angenehme Beinfreiheit, die Bildschirme mit einer großen Auswahl an Filmen und Spielen kann dagegen mittlerweile als Standard bezeichnet werden. Das Essen an Bord entsprach leider zu keinem Zeitpunkt meinen Vorstellungen, vielleicht hatte ich aber auch einfach Pech, was das angeht. Unser Gepäck wurde direkt ab München bis Sansibar eingecheckt und damit gab es auch keine Schwierigkeiten, weder beim Hin- noch beim Rückflug.

Die Flugkurve beschrieb einen flachen Bogen über die Türkei in ca. zehn Kilometer Höhe, Distanz knapp 5.000 Kilometer. Die vielen offensichtlich arabischen Fluggäste waren sehr laut, so dass es zumindest mir fast nicht gelang, ein Auge zuzumachen. Bei Ortszeit 6:20 Uhr setzten wir im Oman auf (Zeitverschiebung +1h) und hatten nun vier Stunden Aufenthalt, die irgendwie überstanden werden wollten. Shopping ist im Flughafen von Muskat nicht unbedingt eine Freude, aber immerhin gibt es eine relativ gute und vor allem kostenlose WLAN-Verbindung. Für unser deutsches Empfinden ist es am Muscat International Airport, immerhin dem wichtigsten Luftverkehrsknotenpunkt des Omans, extrem kalt. Die Klimaanlage ist auf „Kühlschrank“ eingestellt und ein Pullover und vielleicht sogar eine lange Hose machen durchaus Sinn.

Pünktlich um kurz nach zehn Uhr öffnet dann unser Gate und wir besteigen eine etwas kleinere Maschine, diesmal ohne Bordcomputer im Sitz vor uns. Kurz vor dem Boarding lasen wir noch auf einem Informationsmonitor, dass der Flieger nicht nur Sansibar, sondern auch Daressalam, also tansanischen Festland, anfliegen würde. Da die Hauptstadt des Landes zuerst genannt wurde, gingen wir zunächst davon aus, dass wir einen weiteren Stopp einlegen würden.

Riff vor der Ostküste

Riff vor der Ostküste

Diese Sorge erwies sich etwa fünf Stunden und knapp 4.000 Kilometer später aber doch als unbegründet, als wir unter uns zunächst die Ostküste Sansibars mit seinem vorgelagerten breiten und aus der Luft hervorragend zu erkennenden Riff und anschließend Stone Town überflogen. Um kurz nach drei landeten wir am Kisauni Airport von Sansibar und wurden anschließend direkt über das Rollfeld zum Terminal geführt.

Mehr Basar als Gepäckausgabe

Mehr Basar als Gepäckausgabe

Die Gepäckausgabe spottet jeder Beschreibung, erinnerte sie doch mehr an einen Basar als an das von uns gewohnte, präzise System. Echte Manpower war gefragt, als die Flughafenmitarbeiter die Koffer vom Wagen nahmen und auf einem breiten Tresen drapierten, von dem sich jeder Gast sein Hab und Gut selbst suchen musste. Je länger diese Prozedur dauerte, desto lauter wurden die Jubelschreie der Passagiere, mit denen sie die Angestellten darauf aufmerksam machten, dass einer von ihnen gerade das richtige Gepäckstück durch die offene Tür hereingetragen hatte. Fast eine Stunde dauerte diese Gepäckausgabe, ehe wir den Flughafen verlassen konnten.

Unser Transfer war erfreulicherweise sehr gut organisiert, den obligatorischen Dollar an die Gepäckträger muss man dennoch berappen, wenn man nicht aufpasst und seinen Koffer im rechten Augenblick festhält. Da ich es ohnehin gerade anspreche, kurz ein Exkurs zu den verwendeten Währungen auf Sansibar. Die Insel hat den tansanischen Schilling angenommen, Dollar und Euro werden meist aber viel lieber angenommen. Der Umrechnungskurs auf der Straße ist dabei auf der ganzen Insel gleich. Ein Euro entspricht 2.000 TSh, ein Dollar ist 1.500 TSh wert. Grundsätzlich ist es für die Insulaner natürlich immer leichter, Scheine im regulären Zahlungsverkehr einzusetzen, weshalb mein Vorschlag ist, entweder gleich am Flughafen in Schilling zu wechseln oder ausreichend Dollar (vor allem in kleinen Noten!) mitzuführen. Wir sind in während unseres Aufenthalts ausschließlich mit Dollar ausgekommen, lediglich als Wechselgeld haben wir das ein oder andere Mal Schilling zurückerhalten.

Unabhängig von der Erschöpfung nach der langen Reise waren wir dennoch vom ersten Eindruck der Insel begeistert. Links und rechts neben den Straßen erhielten wir einen Einblick in den Alltag der Sansibarer, als wir vom Flughafen weg Stone Town links liegen ließen und in den Nordosten der Insel gebracht wurden. Zu viel möchte ich aber an dieser Stelle noch nicht vorweg nehmen, dazu in den folgenden Berichten mehr. Gegen 17:30 Uhr erreichten wir dann unser Hotel, das Diamonds Dream of Zanzibar (Link zum offiziellen Internetauftritt des Hotels). in der Nähe von Kiwengwa. Auf das Hotel möchte ich an dieser Stelle nicht näher eingehen, ihr könnt Euch aber gerne meine Bewertung auf HolidayCheck.de ansehen.