Spaziergang im Hafen von Singapur und das Marina Bay Sands

Spaziergang im Hafen von Singapur und das Marina Bay Sands

Im August 2010 habe ich einen Bali-Trip mit Zwischenstopp in Singapur unternommen. Die Anreise nach SGP erfolgt im Direktflug mit einer Boing 777. Gegen den Service der Singapur Airline ist absolut nichts einzuwenden, auch die Mahlzeiten sind absolut in Ordnung. An Bord hat jeder Passagier einen eigenen TV im Vordersitz integriert, auf dem man eine Auswahl an Filmen und Spielen zur Verfügung hat. Damit wird auch der Langstreckenflug relativ kurzweilig.

Blick auf den Hafen

In Singapur angekommen fallen als erstes die hohe Luftfeuchtigkeit und die extreme Sauberkeit auf. Das Rauchen am Flughafen ist nur in ausgeschriebenen Flächen (im Freien) erlaubt. Herumliegen am Boden sieht man überhaupt nichts, da achtet man scheinbar wirklich sehr genau darauf. Die Zeitverschiebung in Singapur beträgt übrigens +6 Stunden. Gegen 9 Uhr morgens kamen wir in unserem Hotel, dem Swissôtel The Stamford an und nach einem kurzen Room-Check-in konnten wir auch direkt unsere Zimmer beziehen. Die Aussicht vom Balkon war grandios, wir hatten einen Blick über den ganzen Hafen und das Geschäftsviertel, vor allem abends kaum zu übertreffen. Ein buntes Lichtermeer verdeutlichte das rege Treiben der Stadt nur zu gut.

Merlion bei Nacht

Beim anschließenden Frühstück gab es auch gleich die erste Konfrontation mit verschiedenen anderen Kulturen; es ist tatsächlich gewöhnungsbedürftig, wenn Menschen beim Frühstück auf den Fliesenboden des Lokals spucken und sich niemand daran stört. Direkt an das Hotel schließt ein großes Einkaufszentrum, das Raffles City Center. Die Geschäfte öffnen dort allerdings erst ab 11 Uhr. Deshalb spazierten wir zunächst in Richtung Hafen, vorbei an der Esplanade, einer Konzerthalle, die von außen wie eine Frucht aussieht und über eine große Brücke bis zum Anfang des Geschäftsviertels. Banken und andere Finanzunternehmen haben dort ihren Sitz in einem der zahlreichen Hochhäuser, die Singapur zu einer imposanten Skyline verhelfen. Am Fuße dieser Hochhäuser befindet sich auf einem Ausläufer der berühmte Merlion, eine weiße Statue die eine Mischung aus Fisch und Löwe darstellt. Die Herkunft des Merlion ist nicht genau überliefert, wie auch die Herkunft der Bezeichnung „Lion State“ für den Stadtstaat Singapur. Früher stellte Singapur zunächst eine Piratenhochburg dar, bevor die East India Trading Company der Briten dort eine Handelsbasis gründete. Legenden zufolge geht die Geschichte des Löwen auf einen Prinzen zurück, der im Dschungel auf einen Löwen traf und dem Gebiet deshalb einen entsprechenden Namen gab. Kritiker bezweifeln diese Theorie allerdings, da es in diesen Breitengraden eigentlich keine Löwen gibt, höchstens noch Tiger. Dennoch ist der Merlion mitunter eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt und ist mit seiner prominenten Lage auch ein beliebties Fotoobjekt der Touristen – Vor allem am Abend.

National Art Museum

An mehreren kleinen und großen Bars und Restaurants direkt am Hafen vorbei spazierten wir die Promenade entlang in Richtung des Marina Bay Sands Hotels. Auf dem Weg kamen wir noch am Marina Bay Einkaufszentrum vorbei, in dem sich ein Casino und viele (Luxus-)Geschäfte wie Burberry, Tiffany & Co., Armani, Hugo Boss, Louis Vuitton, aber auch Tommy Hilfiger, Benetton, uvm. befinden. Am Marina Bay Sands angekommen betragen wir das imposante und betraten die riesige Eingangshalle. Zunächst fielen uns bereits die Golfcars auf, mit denen die Gäste und das Gepäck transportiert werden können. Das vermittelt schon einen guten Eindruck über die Größe der Anlage. Wir marschierten durch das langgezogene Gebäude bis zum Ende und fanden dort den Aufzug zum Marina Bay Skypark vor. Gegen Entrichtung einer Gebühr kann man mit dem Highspeed-Lift in den 56./57. Stock hinauffahren und die Aussicht von Singapurs schönstem Sonnendeck genießen. Jeder Gast erhält einen Audioguide, der einen Rundgang über das Deck mit vielen Informationen in mehreren Sprachen vorsieht. Der Ausblick über das Häusermeer der Stadt, die Hochhäuser des Geschäftsviertels, den Hafen und auch die in näherer Umgebung liegenden Gebäude ist atemberaubend und ist wirklich ein Muss für jeden Touri. Zu unserer Reisezeit befand sich das Kunstmuseum am Fuße des Hotels noch im Bau, aber auch auf die tolle Architektur des Baus hat man eine perfekte Sicht. Im Anschluss fuhren wir mit dem Taxi zurück zum Hotel, der Weg war zwar auch nicht weit zu laufen, 5,80 S$ (~3,35 EUR) sind aber in einer Großstadt auch wirklich nicht viel.

Ausklingen ließen wir den Abend in China Town am alten Hafen. Dort gibt es viele Restaurants mit unterschiedlichsten Küchen. Vor den Restaurants gibt es Scouts, die Touristen mit der Speisekarte wedelnd entegegen kommen und das eigene Lokal anpreisen wollen. Wir entschieden uns für eines und die BBQ Kalamari (wahlweise „spicy“ oder „medium spicy“) waren außerordentlich lecker!