Städtetrip: Barcelona

Städtetrip: Barcelona

Placa de Espagana & Arena de Barcelona

Placa de Espagana & Arena de Barcelona

Wir landeten gegen 9 Uhr morgens in Barcelona und konnten vom Flughafen mit einem Transferbus direkt bis zum Hotel fahren. Der Preis war mit 1,90 EUR um ein Vielfaches günstiger, was wohl ein Taxi gekostet hätte. Haltestelle war dabei der Placa d’Espanya, von wo aus es noch unter einer Minute Gehweg zum Hotel war. Da die Zimmer noch nicht zum Einchecken bereit waren, ließen wir das Gepäck einstweilen verstauen und machten  uns zu Fuß auf, die nähere Umgebung des Placa d’Espanya zu erkunden.

Tapas

Tapas

Wir spazierten zunächst zum Palau Nacional und zur Magic Fountain (die am Abend natürlich wesentlich spektakulärer ist), um uns erstmal etwas auszuruhen und den Reiseführer zu studieren und eine Sightseeing-Route für den nächsten Tag festzulegen. Anschließend gingen wir zu Fuß in Richtung Hafen und sogen etwas von dem typisch katalanischen Flair in den einschlägigen Stadtvierteln auf. Zur Mittagszeit kehrten wir wieder an den Placa d’Espanya zurück, um am Fuß der Arena de Barcelona (ein Einkaufszentrum, das in seinem Äußeren einer Stierkampfarena nachempfunden ist) unser erstes spanischens Mittagessen einzunehmen: Tapas, was sonst. Dazu gab es, wen sollte es verwundern, ein gutes, altes Erdinger Weißbier. Anschließend setzten wir unseren relativ ziellosen Spaziergang durch die an den Placa d’Espanya angrenzenden Straßen bis an den Hafen fort, um dann erst am späten Nachmittag in’s Hotelzimmer zurückzukehren und zunächst einmal unser Zimmer zu beziehen. Nachdem wir uns kurz ausgeruht hatten, gingen wir durch die Arena de Barcelona, um erste Shopping-Eindrücke zu sammeln. Glück hatten wir mit unserem Besuch, da an unserem ersten Tag in Barcelona das Rückspiel des Champions League-Halbfinals gegen den Erzrivalen Real Madrid anstand. Man konnte die Brisanz des Duells und die leidenschaftliche Stimmung der Barca-Fans förmlich in den Straßen spüren: jeder zweite war im rot-blauen Shirt unterwegs und von den Fenstern hingen Barcelona-Fahnen in die Straßen herunter. Auf unsere Nachfrage bei der Hotelrezeption hin teilte man uns mit, dass es noch Karten in drei verschiedenen Kategorien gäbe, allerdings weit über der preislichen Schmerzgrenze.

Hafen und World Trade Center

Hafen und World Trade Center

Dennoch brachen wir kurz vor Anpfiff in Richtigung Camp Nou auf, um die Atmosphäre dieses großen Spiels vor Ort zu erleben. Dabei hatten wir den typischen Feierabendverkehr der Stadt komplett unterschätzt und verbrachten zeitweise sogar 10 Minuten für 5 EUR in einem stehenden Taxi, bis wir wieder ausstiegen und erstmal ein Stück zu Fuß gingen, um dann ein fahrendes Taxi aufzuhalten. Am Stadion angekommen genossen wir zunächst den Anblick des Stadions und lauschten den Fangesängen von draußen. Anschließend drängten wir uns mit zahlreichen Barcelona-Fans in eine Bar direkt vor dem Eingang des Stadions und verfolgten das Spiel von dort aus. Kurz vor Spielende entschlossen wir uns dann, es einfach zu versuchen und ein Schlupfloch am Sicherheitspersonal vorbei zu finden.

Camp Nou - Barca vs. Real

Camp Nou – Barca vs. Real

Tatsächlich hatten die Sicherheitskräfte die Tore bereits für die jeden Moment das Stadion verlassenden Fans geöffnet und wir fanden schnell ein unbewachtes Tor, zwängten uns hindurch und erklommen im Laufschritt die Stufen bis in den dritten Rang des Camp Nou. Wir kamen zwar nur noch kurz vor dem Abpfiff oben an, doch es reichte vollkommen aus, um bei der Verabschiedung der Spieler und ihrer Ehrenrunde noch einen hautnahen Eindruck von der imposanten Stimmung im weiten Rund des Camp Nou zu erhalten. Fast 100.000 Menschen passen in das Stadion und sorgen für einen Lärmpegel, der in einem deutschen Fußballstadion undenkbar ist. Mit diesen selbst für einen wenig fußballbegeisterten Menschen wahrlich wunderbaren Eindrücken kehrten wir dann zurück in das Hotel.

Damit man sich das noch etwas besser vorstellen kann, gibt es diese Eindrücke hier auch nochmal als Video. Bitte sehr, Gänsehaut pur:

La Rambla

La Rambla

Den darauffolgenden Tag begannen wir mit einem ausgiebigen Hotelfrühstück, um für eine ausgedehnte Sehenswürdigkeiten-Tour gestärkt zu sein. Wir erwarben zunächst ein Ticket des „Barcelona Bus Turístic“, mit dem wir die „Hop-on-Hop-off“-Busse für zwei volle Tage nutzen konnten. Diese Busse erlauben das freie Zu- und Aussteigen an nahezu allen touristischen Attraktionen auf drei verschiedenen Routen. Diese Routen kann ich jedem Barcelona-Urlaub nur wärmstens empfehlen, denn man spart sich nicht nur einiges an Taxi-Kosten, sondern sieht im Gegensatz zur Untergrundbahn sogar noch etwas, während man von A nach B gebracht wird. Weitere Informationen zu dem Anbieter, dem wir unser Vertrauen geschenkt haben, findet ihr hier: Routen und Haltestellen des Barcelona Bus Turístic. Abfahrt bildete für uns die Haltestelle „Placa d’Espanya“, von dort aus waren es gerade einmal zwei Minuten Fußweg zu unserem Hotel. Starten wollten wir unsere Besichtigungstour am Hafen, weshalb wir ohne den Bus zunächst bei den früheren Haltestellen zu verlassen, bis dorthin mitfuhren. Am Hafen selbst widmeten wir unsere Aufmerksamkeit zunächst der Kolumbus-Säule, dem historischen Hafenkontor und dem Yachtliegeplatz. An dieser Stelle mündet die „Rambla“ in das Meer, mitunter ein Grund, weshalb das Areal mit am repräsentativsten für die Metropole ist. Weiter ging die Fahrt mit dem Touri-Bus an der Küste entlang, zunächst passierten wir das „Gran Casino de Barcelona“ und schließlich den Olympischen Hafen. Anschließend fuhr der Touri-Bus am ältesten Friedhof der Stadt vorbei, dem „Cementiri del Poblenou“, an dem wir jedoch ebenfalls nicht aussteigen wollten. Vorbei am „Zoo Barcelona“ im „Parc de La Ciutadella“, den wir aus Zeitgründen leider nicht besuchen konnten, kamen wir unseren eigentlichen Zielen des Tages immer näher: „Barri Gòtic„, das stadtälteste Viertel im Kern der Stadt und Heimat so vieler Sehenswürdigkeiten, dass wir es zu Fuß erkunden wollten.

La Boqueria

La Boqueria

Dennoch verließen wir den Bus erst am Placa de Catalunya, der um diese Uhrzeit bereits voll von Menschen und hauptsächlich Touristen war. Sofort stach uns die „Rambla“ ins Auge, jene verkehrsberuhigte Straße, die sich – an den Seiten von Bäumen gesäumt – durch die Stadt bis hin zum Meer zieht. Etwas über eine Stunde hatte unsere Fahrt bis dato gedauert und wir waren froh, jetzt auch wieder unsere Beine bemühen zu können. Zunächst ohne konkretes Ziel spazierten wir die Straße hinunter, vorbei an kleinen Ständen und allen möglichen Straßenkünstlern. Lohnenswert ist vor allem das Erkunden der zahlreichen kleinen Seitenstraßen der Rambla, denn hier finden sich kleine und große, bekannte und unbekannte Geschäfte, die zum Shoppen und Verweilen einladen. Etwas weiter Richtung Süden und damit in Richtung Meer findet man „Mercat La Boqueria“, einen Markt, den jeder Barcelona-Besucher zwangsläufig aufgesucht haben muss. Hier gibt es an vielen verschiedenen Ständen alles, was das kulinarische Herz begehrt und das bei einer Frische, die seinesgleichen sucht (morgens natürlich mehr als nachmittags). Die Händler bieten dabei stets auch kleine Portionen an, so dass der geneigte Touri auch problemlos alles probieren kann – und das kann nur empfohlen werden.

La Catedral

La Catedral

Nach dieser kurzen Stärkung setzten wir unsere Erkundungstour zu Fuß fort. Zwar war uns die Richtung grob bekannt, doch zunächst gingen wir ohne konkretes Ziel weiter. Schließlich standen wir, als hätten wir es doch geplant, vor der Kathedrale. Ein beeindruckendes Bauwerk, das auf dem ursprünglichen Platz eines römischen Tempels erbaut wurde und sich zur Zeit unseres Besuchs gerade in einer Restaurierungsphase der Fassade befand. Das hielt uns jedoch nicht davon ab, das Innere der Kirche unter die Lupe zu nehmen und auch vom Dach des Gotteshauses einen Blick über das Häusermeer Barcelonas zu werfen.

Anschließend kehrten wir zurück zum Placa de Catalunya, um zunächst eine Kleinigkeit zu essen und um schließlich den Bus wieder zu besteigen. Vorbei an Antoni Gaudís „Casa Milá“ (auch bekannt als „la Pedrera“: „der Steinbruch“) und verschiedensten anderen historischen Gebäuden schlossen wir langsam den Kreis zurück zu unserem Ausgangspunkt, dem Placa d’Espanya, nicht ohne vorher noch am „Mercat d’Hostafrancs“ vorbeizukommen. Damit endete der zweite Tag unseres Barcelona-Besuchs.

Las Ramblas

Las Ramblas

Wieder der zweite geendet hatte, so begann auch der dritte Tag: mit einer Fahrt im Touristen-Bus. Erneut nahmen wir die gleiche Route, vorbei am „Palau Nacional“, welcher das „Museu Nacional d’Art de Catalunya“ beherbert, anschließend passierten wir auch noch das Olympiagelände mit seinem weißen Turm in unnachahmlicher Form. Im Reiseführer hatten wir gelesen, dass die Kolumbussäule eine Aussichtsplattform enthält, die man gegen Entrichtung einer geringen Gebühr besuchen kann. Dies würde ich allerdings nur Menschen ohne Klaustrophobie empfehlen, denn bereits der enge Aufzug stellt eine Herausforderung dar. Wir stiegen also wieder am Hafen aus und fuhren mit dem Aufzug nach oben in das „Monumento a Colón“. Oben hatten wir wirklich einen herausragenden Blick auf den Hafen, die ganze Stadt und vor allem auf „Las Ramblas“, jene fünf Abschnitt der Ramblas, die sich wie eine grüne Lebensader durch das Häusermeer schlängelt. Man erkennt „La Catedral“, „La Sagrada Familia“, die Schiffswerften, das wunderschöne Gebäude des Hafenkontors, die Kuppeln und Türme des Palau Nacional und viele weitere Sehenswürdigkeiten, nach denen man explizit Ausschau halten kann. Ein Besuch der Säule lohnt sich aufgrund des Ausblicks auf jeden Fall! Die Besucher befinden sich auf einer Höhe von 60 Metern und wenn ich mich recht entsinne, war eine Gebühr von 3 Euro für den Aufstieg zu entrichten. Das sollte man sich nicht entgehen lassen, allerdings nur bei schönem Wetter mit genügender Weitsicht!

Museu Picasso

Museu Picasso

Als nächstes fuhren wir mit dem Bus weiter bis in das „Barri Gòtic“, um hier erneut zu Fuß durch die schmalen und verwinkelten Gassen des ältesten Stadtviertels zu spazieren. Zudem verbirgt sich in diesem Bezirk auch ein Museum, in das es sogar mich als keinen außerordentlichen Museums-Fan gezogen hat: das Museu Picasso. Seitdem ich für einen Freund einen Brief in französischer Sprache an Picassos Tochter Maya Widmaier Picasso, verfassen durfte, den die Künstlertochter auch beantwortete, reizte mich der spanische Maler auf geheimnisvolle Art und Weise. Im Museum selbst ist das Fotografieren natürlich verboten, doch im Innenhof sind Aufnahmen gestattet. Im Anschluss an den knapp einstündigen Besuch des Museums spazierten wir weiter durch das Viertel, ehe wir im Restaurant La Catalana II (Plaza Olles, 5) unsere Mittagspause auf einem sonnigen Fleckchen abhielten. Danach sprangen wir wieder auf den Touri-Bus und setzten die unsere geplante Tagesroute fort. Am Placa de Catalunya und den Ramblas fuhren wir diesmal vorbei, dafür legten wir einen kurzen Stopp an der „Casa Milá“ ein, um die berühmte Steinfassade und das für seine Zeit höchst innovative Gebäude in Augenschein zu nehmen. Aufgrund großer Menschenmassen, die das Haus besichtigen wollten, entschieden wir uns, lieber weiterzufahren um noch mehr Sehenswürdigkeiten besuchen zu können. Denn ein ganz wichtiges Gebäude hatten wir bislang noch gar nicht besichtigen können: „la Sagrada Família„.

La Sagrada Familia

La Sagrada Familia

Die Basilika könnte man als das nie vollendete Lebenswerk von Antoni Gaudí bezeichnen, an dem bis heute noch gearbeitet wird. Dennoch ist der „Temple Expiatori de la Sagrada Família“ (zu dt. „Sühnekirche der Heiligen Familie“) mit seinen beiden riesigen Eingangsfassaden vermutlich das stille Wahrzeichen Barcelonas und es mag sicher den ein oder anderen Besucher der katalanischen Hauptstadt geben, der alleine von Gaudí’s unvollendeter Kirche angezogen wurde. Der Bau des Gebäudes wurde 1882 begonnen und soll nach aktuellen Informationen 2026 abgeschlossen sein. Das würde wohl einen riesigen Hype auslösen, der Barcelona Tourismusrekorde bescheren könnte. Geprägt wird das Werk von den beiden prunkvollen Fassaden, nämlich der Geburtsfassade im Osten und der Passionsfassade im Westen. Die Hauptfassade („Fassade der Herrlichkeit“) soll später einmal nach Süden zeigen, sofern der Bau irgendwann begonnen wird. Darüber hinaus sind auch die zahlreichen Türme charakteristisch für die Sagrada, die weithin über die Dacher der Stadt hinweg zu sehen sind. Auch das Innere der Basilika ist durchweg atemberaubend – dafür sorgen bereits die kaum enden wollenden Deckensäulen, die sich durch das ganze Schiff ziehen. Das Interieur ist weitestgehend nüchtern gestaltet, auf überdurchschnittlich viel Gold etc. wird verzichtet. Vielleicht kommt das aber auch noch im Laufe der Bauarbeiten. Leider war es uns nicht möglich, einen der Türme zu erklimmen, denn dafür war der Besucherandrang einfach zu groß. Bei einer (auf jeden Fall fest geplanten) Rückkehr zur Sagrada werde ich das aber auf jeden Fall noch nachholen! Übrigens: für die Haltestelle Sagrada Familia muss man auf die „blaue Route“ des Touri-Busses wechseln.

Park Güell

Park Güell

Nach dem ausgiebigen Besuch der Sagrada setzten wir unsere Fahrt mit dem Bus fort und hielten am nördlichsten Point of Interest der Route: dem „Park Güell“. 1923 wollte die Familie Güell hier eine Gartenstadt errichten, doch das Projekt scheiterte aufgrund fehlender Käufer. So schenkte die Familie das Areal der Stadt, die daraufhin einen Park darauf errichtete. Wieder war es Antoni Gaudí, der mit seinen Werken überall in diesem Park vertreten ist. Meine Empfehlung wäre, der Park etwas früher zu besuchen, als wir es taten, da gerade die malerische Aussicht über die ganze Stadt zum Verweilen einlädt und man sich nicht hetzen sollte, um die vielen Wege des Parks abzugehen. Besonders beeindruckend sind neben der wunderbaren Aussicht bis zum Meer vor allem die beiden Gebäude am Parkeingang, die in Sonnenlicht getaucht ein prächtiges Bild abgeben, wie verbunden Antoni Gaudí der Natur gewesen sein muss. Da die Sonne sich bereits anschickte, hinter den Häusern zu versinken, nahmen wir wieder einen Platz im Bus ein und setzten unsere Fahrt auf der blauen Route fort. Dabei kamen wir erneut am beeindruckenden Bau des „Camp Nou“ vorbei, der auch bei Tageslicht nichts an seiner Imposanz einbüßt. Da wir ohnehin mit der blauen Route nicht zurück zum Placa d’Espanya fahren konnte, verließen wir den Bus am Placa de Catalunya und nutzen die letzten Tagesstunden für ein paar Einkäufe. Völlig erledigt und erschöpft ließen wir uns anschließend mit dem Taxi zurück in das Hotel bringen, da der letzte Bus der roten Linie bereits abgefahren war.

Magic Fountain

Magic Fountain

Am Abend stand uns dann noch ein weiteres Highlight bevor, zu dem wir glücklicherweise nicht weit zu gehen hatten: die „Magic Fountain“ am Fuße des „Palau Nacional“ bei Nacht. Bereits bei meiner Abifahrt im Jahre 2006 (damals nach Lloret de Mar mit Tagesausflug nach Barcelona) durfte ich dieses Schauspiel einmal erleben und wollte es auch diesmal nicht missen. Aus verborgenen Lautsprechern tönt (klassische) Musik und rings um den großen Springbrunnen versammeln sich tausende Menschen, um dem beeindruckenden Farb- und Wasserspiel der Fontäne beizuwohnen. Zusätzlich ist der „Palau Nacional“ in stimmungsvolles Licht getaucht, was bereits den Weg zur „Magic Fountain“ zu einem Erlebnis macht. Da die Show allerdings nur bis ca. 23 Uhr geht, sollte man in jedem Fall nicht zu spät kommen, sonst muss man an einem anderen Tag wiederkommen, was für jemanden, dessen Hotel nicht „um die Ecke liegt“, durchaus anstrengend sein kann!

Camp Nou

Camp Nou

Unseren letzten Tag verbrachten wir noch mit dem Besuch des „Camp Nou“ sowie des angrenzenden Museums des FC Barcelona. Gerade als Fußballfan ist das ein absolutes Muss, die Tour durch das Stadion und das in meinen Augen hauptsächlich durch die große Ansammlung an (historischen) Stücken interessante Museum mitzumachen. Gestehen muss ich aber auch, dass der Besuch des Stadions von allen Aktivitäten, die wir in Barcelona durchgeführt haben, mit Abstand die teuerste war. Wer nicht unbedingt viel mit Fußball am Hut hat, kann sich den Besuch in meinen Augen deshalb wirklich sparen und für dieses Geld lieber nochmals schick Tapas essen gehen. Für Fußballfans hingegen ist es ein echtes Erlebnis, durch den Spielertunnel zu laufen, einen Blick in die kleine Kapelle des Stadions zu laufen, bis an den Spielfeldrand gehen zu dürfen und bis auf einen Meter an die Trainer- bzw. Auswechselbank heranzukommen (ganz dreiste zwängen sich auch an der Absperrung vorbei und lassen sich auf die Bank fallen, das klappt, wenn ein Mitreisender schnell ein Foto macht, bevor das Sicherheitspersonal einschreitet! Habt ihr aber nicht von mir!). Sogar in die Mannschaftskabine darf man, sieht den Whirlpool und die Spielerspinde. Umso beeindruckender ist das ganze natürlich, wenn man wie wir zwei Tage zuvor noch bei einem Champions League-Spiel im Stadion war und von oben auf alles herabgesehen hat. Nach der Besichtigungstour ließen wir den Städtetrip noch mit einem Cocktail am Strand ausklingen und genossen die in den vier Tagen gewonnen Eindrücke, ehe wir zum Flughafen zurückkehrten.

Eine erweiterte Auswahl an Bildern gibt es wie immer im flickr-Album.