Thailand: Koh Samui, eine virtuelle Rundfahrt

Thailand: Koh Samui, eine virtuelle Rundfahrt

Unser Hotel, das Akyra Chura Samui, liegt am nördlichsten Ende des Chaweng Beach. Chaweng besteht im Grunde aus einer langen Straße, die an der Küste entlang nach Süden verläuft. Dort pulsiert das touristische Leben, aber immer der Reihe nach. Der Hauptort Koh Samuis ist Nathon, an der Westküste der Insel. Die Kleinstadt selbst bietet zwar auch einige Geschäfte und Restaurants, man verpasst jedoch nicht viel, wenn man die Stadt nur durchfährt oder ganz auslässt.

Na Thon

Na Thon

Geht man auf der Insel im Uhrzeigersinn weiter, kommt man nach Bo Phut, einem ehemaligen Fischerdorf. Dieser Ort ist zwar vollständig erschlossen, hat sich aber eine gewisse Ruhe erhalten können. Wer sich vom bunten (touristischen) Treiben etwas entfernt untergebracht wissen will, findet hier noch eine echte Oase der Erholung. Zwischen Bo Phut im Norden und Chaweng im Ostenfindet sich eine der ersten, wenn nicht die Sehenswürdigkeit Koh Samuis: der Big Buddha. Muss man gesehen haben, eine ausführliche Beschreibung folgt deshalb später. In dieser Region befindet sich übrigens auch der Koh Samui Airport, den ich bereits beschrieben habe.

Chaweng Beach

Chaweng Beach

Wir befinden uns nun also schon im Osten der Insel, der Küstenverlauf beginnt, wie eingangs beschrieben, mit dem Chaweng Beach. Das nördlichste Ende des Strandes, an dem auch unser Hotel lag, ist dabei noch vergleichsweise ruhig, wobei alle Bars, Geschäfte und Restaurants Richtung Süden zu Fuß leicht erreicht werden können. Dabei kann man entweder direkt am Strand laufen oder an der Chaweng Road. Beides ist gleichermaßen interessant. Die verschiedenen Restaurants oder Bars direkt am Meer haben einen ganz besonderen Reiz. Wo sonst als im Urlaub kann man sich auf bequeme Stühle fläzen, dem Meerrauschen lauschen und die Wellen beobachten, wie sie gerade so nicht bis an die Stühle im Sand heranreichen? Besonders angetan hat es uns das Your Palace Bar & Restaurant, das sich praktischerweise in unmittelbarer Gehentfernung zu unserem Hotelstrand befand. Die Preise für das Essen sind moderat, kaum ein Gericht kostet mehr als 6 EUR. Traditionelle thailändische Küche liegt aber eher bei 3 bis 4 EUR. Cocktails sind in der zum Restaurant gehörigen Raggae-Bar zu empfehlen, dort gibt es Bob Marley-Sound aus den Boxen und zudem eine unterhaltsame Feuershow am Abend. Von den Strandverkäufern kann man allerhand Krimskrams kaufen, allerdings sind die Händler weniger penetrant als in anderen Ländern. Ein freundliches „Thank you“ reicht in der Regel aus, um nicht weiter belagert zu werden. Ausprobieren kann man auf jeden Fall die fliegenden Papier-Lampignons, die dem Absender Glück versprechen. Auch hier gilt jedoch: ein Handel ist auch für den Verkäufer erst dann zufriedenstellend, wenn gefeilscht wird. Zögert dabei nicht, als erstes Gebot unter 50% zu gehen, es ist erstaunlich, zu welchen Ergebnissen das teilweise führt.

Chaweng Town

Chaweng Town

Geht man die Küste am Strand entlang, erhöht sich die Dichte und Größe der Bars und Restaurants zunehmend und Hotels werden immer weniger. Hier erreicht man nun das touristische Zentrum Koh Samuis, in denen es tagsüber und nachts gleichermaßen laut zugeht. Hier wird gefeiert, und das zum Teil auch mit fließenden Übergängen der dunklen und hellen Tageszeiten. Entschließt man sich jedoch, der Küste nicht am Strand, sondern auf der Straße gen Süden zu folgen, landet man im Konsummittelpunkt Koh Samuis. Dicht an dicht drängen sich kleine und große Verkaufsareale. Manchmal nur ein winziger Stand mit kaum zwei Quadratmetern, manchmal aber auch voll klimatisierte, mehrstöckige Shops. Das Sortiment der angebotenen Waren ist dabei breit gefächert und erfordert rege Wachsamkeit, wenn man nicht einer qualitativ minderwertigen oder gar gefälschten Ware auf den Leim gehen will. Grundsätzlich gilt: Finger weg von allem, auf dem ein Markenname angebracht ist. Die Sachen können noch so authentisch aussehen, sie sind es nicht. Empfehlen kann man das Shopping nur in Geschäften, die einer Kette angehören und ausweisen, dass die ausgeschriebenen Preise nicht verhandelbar, sondern Fixpreise sind. Souvenirs kann man natürlich unbedenklich erwerben, hier gibt es im ganzen Land wohl nur wenig Unterschiede. Die Chaweng Road kann man getrost zu Fuß ablaufen, bedenken sollte man dabei allerdings, dass sie zu einem Großteil eine Einbahnstraße ist, was die Rückkehr in den Norden mit müden Beinen erschweren kann.

Geht man Koh Samuis Orte im Uhrzeigersinn weiter, taucht als nächster Punkt auf der Landkarte Lamai auf. Die zweite „größere“ Stadt an der Westküste wirkt wie die kleine Schwester von Chaweng: alles ist etwas kleiner, ruhiger und nicht so häufig vertreten wie im nördlichen Küstenabschnitt.Am Ortsausgang Lamais liegt ein weiteres beliebtes Ausflugsziel Samuis, der Hin Ta- und Hin Yai-Felsen, was Großmutter- und Großvater-Felsen bedeutet. Dieser besonderen Felskonstellation habe ich ebenfalls einen eigenen Artikel gewidmet. Der Süden der Kokosnussinsel beherbergt noch echte Fischerdörfer, von denen jedoch meines Wissens keines einen gesonderten Besuch wert ist. Ebenfalls im Süden befindet sich die goldene Pagode, von der ich später ausführlicher schreiben werde. Darüber hinaus sind der Süden und Südwesten nicht von großer touristischer Bedeutung, es gibt noch eine Schlangenfarm, die wir jedoch nicht besucht haben.

Zu erwähnen ist allerdings noch das etwas im weiter im Inselinneren gelegene Elephant Camp & Safari Park am Namuang-Wasserfall, auch hierauf gehe ich noch gesondert ein. Damit schließt sich der Kreis einer Inselumfahrung wieder und wir kommen zum Ausgangspunkt Ban Nathon zurück. In den folgenden Berichten stelle ich Samui nun im Einzelnen detaillierter vor. Viel Spaß!