Thailand: Laem Sor Pagode

Thailand: Laem Sor Pagode

Eine Sehenswürdigkeit, welche in der Mr. Ung-Safari nicht enthalten war, wollte ich beim Besuch Koh Samuis dennoch nicht auslassen: die goldene Pagode Laem Sor. Deshalb machte ich mich früh morgens auf, um den Chedi auf eigene Faust zu erkunden. Vor dem Hotel wartete ich so früh am Morgen nahezu vergeblich auf ein Sammeltaxi oder anderes Gefährt, das mich zumindest in Richtung Süden mitgenommen hätte. Die Regelarbeitszeit der öffentlichen Verkehrsmittel scheint wohl mit den Flug-Landezeiten des Koh Samui Airport und dem allgemeinen Aufsteh-Verhalten der Touristen einherzugehen.

Deshalb marschierte ich zunächst in Richtung Chaweng, da ich im Touristenort mit großer Wahrscheinlichkeit eine höhere Chance hatte, ein Taxi zu bekommen. Gesagt, getan. Leider gestaltete sich die Suche nach einem fahrbaren Untersatz auch in Chaweng nicht ganz so leicht, doch nach einem letztendlich etwas längerem Fußmarsch und viel Geduld kam dann doch ein Sammeltaxi vorbei, dessen Fahrer mich zwar etwas widerwillig, aber letztendlich doch einsteigen ließ. Hatte ich mich zunächst noch über seinen Unmut gewundert, wurde mir schnell klar, wo seine Bedenken lagen: um diese Uhrzeit stiegen ausschließlich Einheimische zu, die meist möglichst schnell nach Ban Nathon gelangen wollten.

Laem Sor Pagode

Laem Sor Pagode

Da die Pagode direkt am Meeresufer des südlichsten Punkts der Insel liegt, bedeutete das für ihn, einen nicht unerheblichen Umweg fahren zu müssen. Es dauerte lange, bis wir alle kleineren Ortschaften auf dem Weg passiert hatten und die Ringstraße gen Süden verließen. Von dort an fuhren wir auf einer schmalen Straße mitten durch das Gebüsch, welches von links und rechts in den Weg hineinwuchs. Am Rande sah ich den ein oder anderen Wasserbüffel, angeleint und mit größtmöglicher Ruhe grasend. Einige Zeigerumdrehungen später zeichnete sich bereits das goldene Dach der Pagode vor uns am Himmel ab. Doch in seiner vollen Größe war das Gebilde erst zu erkennen, als wir aus dem Dickicht herausfuhren und auf einem kleinen Parkplatz zum Stehen kamen. Um diese Uhrzeit war noch wenig los, es gab noch keine Touristen und keine Einheimischen zum Gebet an der Pagode. Eine einzelne Gruppe stand vor der goldenen Pagode, um das beeindruckende Bauwerk zu bewundern.

Beeindruckend ist es, das goldene Bauwerk. Offen gestanden war es das aber auch schon. Mehr gibt es dort tatsächlich nicht zu sehen. Nachdem ich ein paar Fotos geschossen hatte und der Thai, der noch mit im Sammeltaxi saß, ein kurzes Gebet gesprochen hatte, fuhren wieder auch schon weiter. Zum Glück hatte ich den Fahrer angewiesen, mich nur kurz aussteigen zu lassen und währenddessen auf mich zu warten. Ich bin mir nicht sicher, wann ich das nächste Mal wieder eine Gelegenheit bekommen hätte, von diesem doch sehr wenig besuchten Ort wieder wegzukommen. Also, zurück in das Sammeltaxi und mit kurzem Stopp und Taxi-Wechsel in Ban Nathon zurück zum Hotel. Das war auch gut so, denn ich war mehr als drei Stunden unterwegs gewesen und ich wollte ja noch die Fähre in Richtung Koh Tao erreichen!