Thailand: Namuang Safari Park

Thailand: Namuang Safari Park

Zurück im Jeep wagten wir nun eine Fahrt auf der Sitzbank, die oben auf der Fahrerkabine angebracht war. Selbst auf der Teerstraße war das schon ein einmaliges Erlebnis, da man dort oben nur wenige Haltemöglichkeiten hat und sich auch nicht angurten kann. Solange es auf der Teerstraße noch flach und geradeaus ging, kein Problem. Doch als wir dann in das Inselinnere einbogen, wurde die Fahrt noch abenteuerlicher. Rauf, runter, und wieder von vorne, dazwischen noch auf die tief hängenden Äste der Bäume achten. Glücklicherweise dauerte die Fahrt nicht allzu lange, ehe wir in den Namuang Safari Park einfuhren.

Namuang Safari Park

Namuang Safari Park

Schon von weitem waren die Dickhäuter erst zu hören und dann auch zu sehen. Große, alte Tiere und vereinzelt Jungtiere, auf den ersten Blick schwerfällig und langsam. Auf den Rücken der meisten Elefanten waren Sitzbänke geschnallt, um den Touristen eine der beliebtesten Attraktionen zu ermöglichen: das Elephant Trekking durch den Dschungel. Doch mittlerweile hatten wir auch den Parkplatz erreicht und durften (Buddha sei Dank) von der hohen Sitzbank herunterklettern.

Tiger

Tiger

Am Eingang des Parks angelangt, wurden wir zunächst auf eine weitere bekannte Attraktion aufmerksam gemacht: 300 Baht (ca. 7,50 Euro) für das Streicheln und Fotografieren mit einer Raubkatze. Dabei hat man die Wahl zwischen einem Tiger-Jungtier, einem ausgewachsenen Leoparden oder einem echt großen Tiger. Man muss sich vor Augen führen, dass die Tiere natürlich nicht freiwillig zum Posieren bereitliegen. Es ist gut möglich, dass ihnen dafür entsprechende Beruhigungsdrogen verabreicht werden. Jeder sollte deshalb für sich selbst abwägen, ob er diese vermeintliche Tierquälerei mit seinem Gewissen vereinbaren kann. Wen’s interessiert: ich hab’s getan. Ich gehöre zu der Bevölkerungsgruppe, die davon ausgeht, dass der Einzelne das Tier nicht retten kann und stelle deshalb das Erlebnis, einen Tiger aus der Nähe erlebt zu haben, in den Vordergrund. Aber zurück zu dem Erlebten.

Mittlerweile war es kurz vor 11 Uhr und wir beeilten uns, um den Beginn der Elefantenvorführung nicht zu verpassen. Unterwegs war jedoch genug Zeit, um ein paar Bananen zu kaufen und sie an zwei Elefantenkühe mit ihren Jungen zu verfüttern. Um kurz nach elf nahmen wir dann auf der Tribüne der „Elefantenarena“ Platz und konnten zu diesem Zeitpunkt bereits drei junge Dickhäuter beobachten, die sich für Fotos zur Verfügung stellten oder einzelne Zuschauer herumtrugen. Nur wenig später begann die Show dann auch. Ein Thai mit bunten Klamotten und diesen schrecklichen Gummi-Tattoo-Armen sowie mit einem Headmikro ausgestattet, stellte die Tiere vor und führte durch das Programm.

Elephant Show

Elephant Show

 Zunächst verneigten sich die Elefanten vor ihrem Publikum, um anschließend ein paar Kunststücke aufzuführen. Auf den Hinterbeinen stehen, auf Vorderbeinen und Stirn balancieren, usw. Das stete Drehen von Houlahoup-Reifen mit dem Rüssel bildete den zweiten Teil der Aufführung, ehe ein Freiwilliger aus dem Publikum benötigt wurde, um im Elfmeterschießen gegen die Elefanten anzutreten. Der Schuss des ersten Elefanten, der tatsächlich mit seinem Vorderfuß gegen den Fußball trat, strich nur um eine Handbreit am Tor vorbei. Der zweite Elefanten-Elfmeter landete immerhin am Pfosten, der dritte, der dann kurioserweise sogar den Hinterlauf zum Schuss benutzte, konnte das Tor des US-Amerikaners nicht mehr gefährden. Doch auch auf der Gegenseite war das Toreschießen nicht unbedingt leichter. Mit zwei Hebern über den quer im Gehäuse liegenden Jumbo scheiterte der Ami noch, ehe er mit dem letzten Schuss durch die Beine des stehenden Elefanten doch noch einnetzen konnte. Zum Abschluss der Vorführung „massierten“ die grauen Riesen dann noch Freiwillige aus dem Publikum, indem sie ihnen mit dem großen Fuß das Gesäß bearbeiteten. Danach war die Show an ihrem Ende angelangt und die Elefanten sammelten fleißig Trinkgeld und die letzten Bananen des Publikums mit ihrem Rüssel ein.

Elephant Trekking

Elephant Trekking

Die letzte Station im Safari Park bildete abschließend das Elefantentrekking. Hierzu stieg man über eine Treppe auf eine auf Stelzen gebaute Plattform, unter der die Elefanten hindurchlaufen und die Touristen aufnehmen konnten. Das Einsteigen in die Bank auf dem Buckel des Tieres gestaltete sich gar nicht so einfach. Sobald man keine Bedenken mehr hat, dem Dickhäuter auch einfach mal auf den Rücken zu steigen, klappt es ganz gut. Kaum hatten wir Platz genommen, setzte sich der Elefant in Bewegung und es ging im typisch gemächlichen und schaukelnden Gang einige hundert Meter durch den Dschungel. Natürlich gab es hier auch ausreichend Möglichkeiten, um Fotos zu machen. Nachdem der Dickhäuter uns wieder abgesetzt hatte, kehrten wir zum Jeep zurück, um zum nächsten Stopp zu fahren. Immerhin war es nun ja auch schon Mittag.